Für wen Intimate Blues nicht passt – und warum das gut ist
Intimität ist ein sensibles Thema. Wenn Paare zu uns kommen, bringen sie oft dieselbe Hoffnung mit: „Wir wollen uns wieder näher sein. Und zwar ohne Drama.“ Verstehen wir. Und genau dafür gibt es Intimate Blues: Engtanz kombiniert mit bewusster Wahrnehmung, Coachingtechniken und Embodiment – nicht, um etwas „zu können“, sondern um euch wieder zu spüren.
Aber: Nicht jede Lösung ist für jedes Paar der richtige Schritt. Und das ist kein Makel – sondern ein Filter, der euch Zeit, Geld und Enttäuschung spart.
Kurz, damit du ein Gefühl hast: Was Intimate Blues ist (und was nicht)
Bei Intimate Blues geht es nicht darum, Schrittfolgen zu beherrschen oder Figuren zu meistern. Viele Elemente sind eher wie eine geführte Meditation in Bewegung: Ihr werdet durch Übungen geleitet, sodass Nähe über Körperkontakt wieder leicht zugänglich wird.
Und ja: Das kann richtig viel auslösen – von Entspannung über „Wir haben uns ewig nicht mehr so verbunden gefühlt“ bis hinzu „Hoffentlich schlafen die Kinder schon, wenn wir heimkommen:“.
Intimate Blues ist nicht für euch, wenn …
1) Ihr gerade in einer echten Krise steckt, in der Sicherheit fehlt
Wenn gerade Vertrauen massiv verletzt wurde, ihr permanent eskaliert oder ihr euch emotional (oder körperlich) nicht sicher miteinander fühlt, ist Intimate Blues nicht der richtige erste Schritt. In solchen Situationen braucht es oft zuerst Stabilisierung und professionelle Begleitung – damit Nähe wieder überhaupt möglich wird.
Besser passend: Paartherapie / Beratung / traumainformierte Begleitung.
Und dann: Intimate Blues als Weg zurück in die Verbindung.
2) Berührung (noch) nicht stimmig ist
Intimate Blues arbeitet über Nähe und Körperkontakt. Wenn eine:r von euch Berührung gerade nicht mag, nicht kann oder sich dabei innerlich zusammenzieht, wird das schnell zu Druck – und Druck ist das Gegenteil von Intimität.
Besser passend: Verbindungsrituale ohne Körperkontakt (Spaziergänge, gemeinsame Ruhezeiten, kleine Alltagsrituale).
Und dann: Wenn Berührung wieder „Ja“ bekommt, wird Intimate Blues oft erst richtig schön.
3) Ihr eigentlich einen Kommunikationskurs sucht
Manche Paare brauchen zuerst Struktur fürs Reden: Konfliktgespräche, Bedürfnisse, Grenzen, „Wie streiten wir fair?“.
Intimate Blues ist bewusst kein reines Gesprächs- oder Konfliktkommunikations-Training. Es ist eher ein Weg, wieder vom Kopf in den Körper zu kommen – und darüber Verbindung herzustellen.
Besser passend: Kommunikationsformate / Paarcoaching mit Gesprächsleitfäden.
4) Ihr einen klassischen Tanzkurs mit Technik, Figuren und „Leistung“ erwartet
Wenn euer Ziel ist: „Wir wollen richtig tanzen lernen“, dann seid ihr in einem klassischen Paartanzsetting glücklicher.
Bei Intimate Blues geht es nicht um Performance – sondern um das, was zwischen euch passiert.
Besser passend: Tanzschule, Technik-Kurse, Figuren-Workshops.
Unser Platz: Tanz als Brücke zwischen zwei Menschen – nicht als sportliche Aufgabe.
5) Ihr eine schnelle Lösung ohne Raum im Alltag wollt
Intimität ist kein Hack. Sie entsteht, wenn ihr euch wirklich Zeit gebt – und sei sie klein. Wir sagen das sehr klar: Es geht um die Bereitschaft, in die Beziehung zu investieren und sich auf eine gemeinsame Reise einzulassen.
Wenn ihr gerade so voll seid, dass selbst 5 Minuten zu zweit nur als weitere To-do wirken, kann das Konzept sich „anstrengend“ anfühlen – obwohl es eigentlich entlasten soll.
Besser passend: Erst Kapazität schaffen (Schlaf, Entlastung, Mini-Routinen).
Und dann: Intimate Blues als Ritual, das trägt – statt drückt.
Für wen es oft genau richtig ist
Intimate Blues passt besonders gut, wenn ihr euch nach mehr Leichtigkeit, Verbindung und einem spielerischen Weg in die Nähe sehnt – und bereit seid, euch darauf einzulassen.
Und falls ihr gerade denkt: „Im Alltag glimmt’s nur noch“ – dann kann genau dieses bewusste Wieder-in-Kontakt-Gehen das Feuer wieder mehr zum Lodern bringen. Nicht durch Druck. Sondern durch echte Präsenz.